Aron, Teilnehmer:
»Ich finde, wir übertreiben es mit Autos, mit Klamotten.«
Hunderte Menschen radeln nackt durch Berlin. An alle Touristen: Nein, das ist kein normaler Sonntag in der deutschen Hauptstadt – sondern eine besondere Demonstration. Zum ersten Mal fand der World Naked Bike Ride statt.
Ralf Sprenger, Co-Organisator:
»Ich liebe es einfach, nackt zu sein. Und für mich ist auch Nacktheit nichts, wofür ich mich schämen muss.«
Aber warum dann nackt demonstrieren?
Ralf Sprenger, Co-Organisator:
»Um zu zeigen: Vor Nacktheit braucht sich eigentlich niemand zu fürchten.«
Die Freie-Körper-Kultur-Bewegung geht in Deutschland zurück. Laut dem bundesweiten FKK-Verband gab es Ende der Neunzigerjahre noch 65.000 Mitglieder in entsprechenden Vereinen, heute ist noch gut die Hälfte übrig, rund 34.000.
Die rund 500 Demonstrantinnen und Demonstranten wollen für die Bewegung werben
Birgit Maseizik, Teilnehmerin:
»Also wir sind grundsätzlich naturistisch schon unterwegs mit Nacktwandern und Nacktfahrradfahren und so. Von daher passt das gut.«
Und dazu wollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach eigener Aussage auch noch ein Zeichen setzen für »Toleranz und Selbstakzeptanz, Naturverbundenheit und Schutz der Umwelt sowie für Inklusion und Vielfältigkeit«.
Manchen geht es aber auch um Größeres.
Und… positiver Nebeneffekt: bei mehr als 30 Grad fühlt es sich für die Teilnehmer offenbar auch gut an.
Ralf Sprenger, Co-Organisator:
»Das Fahren nackt bei diesen Temperaturen ist fast ein bisschen wie schwimmen in der Luft, also es ist wunderschön.«
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